MeineWelt: Boderline, Depressionen, Gefühle, Erfahrungen

Das Echo unbelebter Abschnitte

Ich weiß, dass meine Seele gespalten ist. Dass ich mehrere Versionen von mir beherberge.

Doch was wirklich schwer ist, mit Dingen abzuschließen, die zerrissen hinterlassen wurden. Mit Dingen, die eine Seite in mir zum leben erweckt haben, die jetzt wieder schweigen muss, weil es vorbei ist. Das schlimmste daran ist die quälende Frage: Wäre es anders gewesen, wenn ich diese unterschiedlichen Seiten hätte vereinen können? Ich weiß, das klingt erst mal rätselhaft. Aber hey - kommt mit, ich erkläre euch gerne wie es in meiner Welt aussieht.

Ich bin ziemlich zerbrochen, das habt ihr sicher schon mitbekommen. So ist die Entwicklung meiner Persönlichkeit leider mit Lücken behaftet. Das wiederum führt dazu, dass verschiedene Abschnitte, die nicht durchlebt oder abgebrochen wurden, auf früheren Stufen stehen geblieben sind. Ähnlich wie das Kind in mir, so kann man sich das vorstellen.

Dazu kommt einfach die Tatsache, dass Liebe in meiner Kindheit und Jugend an Leistung und Gefallen gebunden war, wenn sie überhaupt vorhanden war. Somit kann man sich vorstellen, wie kaputt meine Emotionen sind. Und das gepaart mit den verschiedensten Versionen unterschiedlichen Alters in mir, ergibt leider ein absolutes Chaos!

Durch lange und immer wieder sehr intensive Therapien und Selbsteflexion bin ich ein riesiges Stück weiter und habe die meisten Abschnitte gemeistert und zu einem Ganzen vereint. Doch es gibt immer noch abgesplitterte Teile aus vergangenen Entwicklungsstufen, die natürlich auch unterschiedliche Bedürfnisse und Vorstellungen haben.

Ihr könnt euch denken, dass ich dadurch echte Probleme habe, eine Beziehung aufrechtzuerhalten oder auf einem Level zu halten, das normal ist. Ich liebe zu intensiv, zu schnell, nur um dann alles zu hinterfragen, aus Angst, wieder verlassen zu werden. Für mich waren Beziehungen immer toxisch, voller Gewalt und voller Lügen und Tränen. Nur so kannte ich es, von meinen Eltern (beide getrennt seit ich 2 war, und in neuen Partnerschaften; eine Seite längere die andere Permanent wechselnd.) Ich bin tatsächlich ein Mensch, der das Lieben erst lernen musste. Lernen, was und wo Grenzen sind bei mir genauso wie bei anderen.

Eine Sache ist geblieben - eine Sache, die tatsächlich sehr wichtig für mich ist: Sich immer wieder zu zeigen, dass man sich liebt. Intensive Gefühle sind mein Ding. Ja, im Maße, aber dennoch: Leidenschaft, intime Momente, sowas eben.

Diese Erkenntnis wurde erzeugt von einer Person, die diese zerrissene Situation beinhaltet. Doch wenn ihr mehr wissen wollt, lest den nächsten Beitrag.

In liebe, euere Nana

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