20. Mai 2026

Die Achterbahn in meinem Kopf

Heute ist einer der Tage die mich am meisten überfordern, stressen und versuchen ins, Dunkle zu ziehen.

Es ist wie eine Achterbahn, eine wo man nicht gerne mitfährt aber das Gesicht vor seinen Kumpels wahren will und deswegen cool ist. Es geht anfangs ganz gut, man hat zwar dieses mulmige Gefühl, wie eine Stimme die dir zuflüstert dass es scheiße wird und dich fragst, warum du das tust. Du ignorierst es, holst das beste und versuchst einfach weiter zu machen. Dann wird es schneller, und das Gefühl verstärkt sich, du kannst es zwar nicht mehr weg drücken aber schaffst es mit viel kraft deine Maske aufrecht zu halten. Es geht hoch und du hast für einen Augenblick ein Gefühl von Aufregung, Freude, ja sogar eine Art Glück. Du kannst deine bedenken kurz weg schieben. Doch dann schießt es nach unten, und das, was vorher als leise Stimme in dir war, hallt nun in jeder Ecke deines Geistes. Es ist wie ein Knoten im Bauch, du versuchst mit alle kraft gegen zu steuern um es in dir zu halten. Es kommt eine scharfe kurve und du wirst geschleudert. Wut kommt in dir auf: „warum nur!“ diese Worte sind eine Mischung aus allen Emotionen die du so stark versuchst zu ordnen und zu beschwichtigen! Dann kommt ein Tunnel und du weißt es wird dunkel. Totale Finsternis, nix mehr, woran du dich orientieren kannst. Es geht hoch, runter, hin und her. Überkopf und endet in einer Schraube. Das alles passiert in einer so rasanten Geschwindigkeit, dass du wie betäubt nur noch versuchst mit aller kraft normal zu wirken. Zumindest nach außen. Doch seien wir mal ehrlich: wem gelingt das schon? Dann nach einer gefühlten Ewigkeit ist die Fahrt zu Ende!

Alle sehen, dass etwas nicht stimmt. Manche fragen, doch an der Art der Frage erkennst du schnell, dass es sie in Wahrheit gar nicht interessiert. Andere beachten es gar nicht, sondern fangen, an von ihren Emotionen und Erlebnissen zu erzählen.

Am Ende bist du überreizt, willst weg, willst Ruhe, alles in dir schreit und am heiß und du merkst wie es in dir bricht, dich verlässt die kraft und du wirst wie überschwemmt, von Emotionen, die du nicht mal brennen kannst. Denn nichts trifft wirklich zu, und doch passt alles.

Diese Momente sind ein Drahtseilakt denn, runterfallen, wäre der Anfang der nächsten Fahrt. Das ist das, was wir den Teufelskreis nennen.

Wenn die Flut abnimmt, bist du leer, müde, taub, voller Selbstzweifel und ohne jegliche Hoffnung.

Schlafen….. scheint alles zu sein, um diesem Weltchaos dann zu entkommen. Auch der Gedanke, dass die Sonne morgen wieder scheint und wir eine neue Fahrt wagen können. Auf einer anderen Bahn!

In diesem Sinne, eure Nana

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